Der klassische Weg
Einer der wesentlichen Use Cases für KI ist die Automatisierung von Geschäftsabläufen. Programme wie Zapier oder N8N sind die Kandidaten, wenn die Microsoft-Bordmittel am Ende sind.
Allerdings: Das ist alles andere als plug and play. Die Struktur und Interfaces aller Input- und Output-Programme muss man im Detail kennen. Die Extraktion und Konvertierung der Daten braucht auch den ein oder anderen Codeblock.
Die Alternative
Warum dann die KI nicht gleich ein ganzes Programm für den gewünschten Ablauf schreiben lassen?
Praxisbeispiel: ImPhoto
ImPhoto heißt das Projekt für Sigloch-Immobilien im Nachbar-Büro.
Aufgabe
Die Fotos aus dem Fotoshooting für das Exposé:
- Einlesen
- Den richtigen Räumen zuordnen
- Basische Korrekturen vornehmen
- Ordentlich benannte Fotos im richtigen Format in den Exposé-Ordner schieben
Zeitaufwand (geplant)
- 1h Spec erstellen mit Claude.ai
- 1h Autarke Softwareerstellung durch claude-flow’s Agentenschwarm
- 8h Debugging und Nachschärfen
- 8h Dokumentieren und verpacken als “echte” App
Realität
Hat natürlich so nicht funktioniert - es waren dann doch 24h Debugging und Nachschärfen.
Ergebnis
Programm läuft. Von den 34h kann man mit etwas mehr Erfahrung sicher noch einiges abziehen.
Resümee
Ich glaube, dass “Software on Demand” eine Nische hat. Mindestens aber kann man so schnell einen brauchbaren Prototypen mit Hausmitteln zusammenbekommen:
- Zum Testen, ob die eigene Spec etwas taugt
- Oder den MVP als Spec definieren
Wichtig: Damit es funktioniert, ist eine minimale Spec Voraussetzung. Mindestens die Use Cases sauber beschreiben. Auch da hilft die KI natürlich.
Das Ganze verkaufsfähig zu machen mit User-Authentifizierungen etc. sollte man besser Profis überlassen.
Versuch macht klug.
Mit agentischen Grüßen - Kontakt aufnehmen