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Struktur vor KI

Stufe 1-5: Warum 70% Business Value aus Struktur kommt

Das Missverständnis

„Mit KI lösen wir das Problem." Dieser Satz fällt in vielen Unternehmen, wenn es um Datenprobleme geht. Die Hoffnung: Ein intelligentes System, das aus dem Chaos Ordnung macht.

Die Realität ist ernüchternd: Die meisten KI-Projekte scheitern – je nach Studie zwischen 70 und 85 Prozent.[1][2] Der Hauptgrund ist nicht die Technologie, sondern fehlende Datenqualität und unklare Strukturen.

MIT-Forscher bestätigen: 95% der GenAI-Pilotprojekte schaffen es nicht in den produktiven Einsatz.[3] Der Schluss: 70-80% des Business Value kommen aus Struktur und Regeln – nicht aus KI.

Die 5 Stufen bis zum Fundament

1

Unstrukturierte Quellen

Beispiel: Dokumente auf verschiedenen Laufwerken. Wer welche Version nutzt, weiß niemand. Die PDF referenzieren einander, aber diese Verbindungen sind nur manuell nachzuvollziehen. Bei Rückfragen: E-Mail-Ping-Pong. Und manuelle Analyse

Keine Verbindungen, manuelle Suche, Wissen in Köpfen.

Ausgangspunkt – hier starten die meisten

2

Intelligente Suche

Beispiel: „Zeige alle Dokumente zu Projekt X" – in Sekunden statt Stunden. Neue Mitarbeiter finden sich schneller zurecht.

Volltextsuche, Tags, erste Metadaten. Aber: keine Zusammenhänge.

Schnelleres Finden von Informationen

3

Verknüpfte Daten

Beispiel: „Welche Kunden sind von dieser Änderung betroffen?" – Antwort in Sekunden statt tagelanger Recherche.

Beziehungen zwischen Objekten sichtbar. Auswirkungen sofort erkennbar.

Schnellere Entscheidungen durch Überblick

4

Automatische Prüfungen

Beispiel: „Warnung: Dieser Vertrag hat keinen Verantwortlichen" – Fehler finden bevor sie Probleme verursachen.

Geschäftsregeln laufen automatisch. Keine manuelle Prüfung mehr nötig.

Weniger Fehler durch automatische Validierung

5

Messbare Qualität ★

Beispiel: „Unser Prozess hat Score 78 – letzten Monat 68" – Fortschritt messen statt schätzen.

Objektive Bewertungen statt Bauchgefühl. Trends erkennen.

Das Fundament – Grundlage für effizienten KI-Einsatz

Bewährtes Prinzip

Unternehmen wie Palantir (Bewertung über $50 Mrd.) zeigen, wie erfolgreiche KI-Systeme funktionieren: Sie setzen auf strukturierte Daten als Fundament.

Daten verknüpfen

Informationen werden verbunden und durchsuchbar gemacht.

Regeln automatisieren

Geschäftslogik läuft automatisch – vorhersagbar und nachvollziehbar.

KI als Interface

Mitarbeiter können Daten in natürlicher Sprache abfragen.

Ergebnisse prüfbar

Jede Antwort ist nachvollziehbar – keine Black Box.

Der entscheidende Punkt: Selbst bei diesen High-End-Systemen kommen nur 20-40% der Arbeit von KI. Der Rest sind strukturierte Daten und Regeln.

Drei Vorteile

Verlässliche Ergebnisse

Bei gleichen Eingaben immer die gleichen Ergebnisse. Wichtig für Qualitätssicherung und Audits. KI-Systeme ohne Struktur können bei derselben Frage unterschiedliche Antworten liefern.

Nachvollziehbare Entscheidungen

Jeder Schritt ist transparent dokumentiert. Bei reinen KI-Lösungen bleibt oft unklar, wie das Ergebnis zustande kam. Für regulierte Branchen (Medizin, Automotive, Finanzen) ist das entscheidend.

Planbare Kosten

Keine laufenden API-Gebühren, die mit der Nutzung steigen. Einmalige Investition, dann fixe Betriebskosten.

Wann KI sinnvoll ist

KI hat ihren Platz – aber als Werkzeug, nicht als Fundament:

  • Als Suchassistent: Informationen in natürlicher Sprache abfragen
  • Für Vorschläge: Ähnlichkeiten finden, Kategorien empfehlen
  • Bei Urteilsfragen: Wo klare Regeln nicht ausreichen

Im laufenden Betrieb sollten kritische Entscheidungen auf Regeln basieren – KI nur dort, wo Urteilsvermögen gefragt ist.

Nächster Schritt

Lassen Sie uns klären, wo Sie auf der Leiter stehen – und welcher nächste Schritt den größten Hebel hat.

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Quellen

  1. RAND Corporation: Why AI Projects Fail (2024)
  2. McKinsey State of AI 2025
  3. MIT Sloan: Why AI Projects Fail to Scale (2025)